Tipp Nr. 2 der Raucherentwöhnung ?
Wer sagt, dass Rauchen Spaß machen muss?

Im 2. Tipp der kontrollierten Rauchbremsung beginnst du deine Bindung an den Tabak zu lösen. Den Tabakkonsum selbst musst du deswegen nicht gleich reduzieren. Wir lassen es langsam angehen mit der Raucherentwöhnung: Langsam, aber konsequent.

Artikelbild: Raucherentwöhnung - Marke wechseln.
Ein erster Schritt auf dem Weg der Rauchentwöhnung: Die Marke wechseln!

Dein Start in die Raucherentwöhnung ? die Bindung lösen!

Wenn du regelmäßig rauchst, bist du seelisch und körperlich vielfältig an die Gifte aus dem Tabak gebunden. Zu den wichtigsten Elementen der Raucherentwöhnung gehört es daher, diese Bindungen Schritt für Schritt wieder zu lösen.
Sofortmaßnahme Nr. 2 macht – als ein Baustein unter vielen unserer Tipps & Tipps zum Rauchstopp – den Anfang.

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Hier brauchst du keine Hilfsmittel – weder Bindfaden noch Stifte oder Markierungen. Aber auch Nr. 2 der Sofortmaßnahmen für Raucher von Rauchen ist blöd – Aufhören ist sexy! setzt auf deine Fähigkeit, dir intelligent selbst zu helfen:

Wechsle die Marken!

Wofür das gut ist und wie du das Beste aus diesem Tipp herausholst, das erläutert der folgende Beitrag.

Viel Erfolg mit Tipp Nr. 2!

Raus aus der Komfortzone!

Du weißt, dass Zigaretten deinen Körper zerstören. Ihr Trick ist es, dich das nicht spüren zu lassen. Sie tun, als wären sie dein Freund – bis es zu spät ist. ?
Zeit direkt zu erleben, wie fremd der giftige Qualm dem menschlichen Körper ist!

In diesem Beitrag findest du:

Die Theorie überspringen:
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Marken wechseln – das soll bei der Raucherentwöhnung helfen?

Allerdings! Dazu → sofort mehr! Zunächst das notwendige Hintergrundwissen.
Diese Sofortmaßnahme greift deine Bindung an den Tabak auf zwei verschiedene Arten an:
a. Sie verhindert, dass du dich mit deinen Zigaretten zu „heimisch“ fühlst. Soweit du dich mit einem Serienkiller als Wohngenosse überhaupt heimisch fühlen kannst!
Und b. Die unterschiedlichen Rezepturen unterschiedlicher Marken sind leicht irritierend. Das unterstützt dich ebenfalls dabei, die Komfortzone zu verlassen.
Das möchte ich etwas näher beleuchten.

Was meine ich mit Komfortzone?

Rund 53% aller Raucher sind markentreu. Weitere 20% rauchen zwar nicht nur eine Marke, aber auch nicht alles, was ihnen in die Finger kommt – grundsätzlich bevorzugen sie eine Marke, sind aber bereit, auf eine kleine Gruppe von zwei oder drei weiteren Marken auszuweichen, wenn die Hauptmarke nicht verfügbar ist.
Gleichzeitig wird immer wieder in Studien belegt, dass Raucher in Blindversuchen zwischen „ihrer“ Marke und z.B. Billigzigaretten generell keinen Unterschied schmecken.
Dennoch ist die Mehrheit von ihnen überzeugt, dass „ihre“ Marke ihnen besser schmeckt, andere Marken hingegen weniger.

Aus diesem scheinbaren Widerspruch die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist gar nicht so schwer. Wie es aussieht, geht bei diesen Rauchern die Bindung an ihre Marke und deren Image so weit, dass sie bis in die Geschmackswahrnehmung hinein reicht:

Ist es meine Marke, erinnert sich der Körper an das Wohlgefühl, den Nikotin-Kick, an all die schönen Minirausch-Erlebnisse, die ich mit ihr hatte.
Ihr Image – d.h.: der Witz oder die Romantik, die Wildheit oder die Exotik, die ihre millionenschweren Werbe-Etats ihnen andichten, – zielt geradewegs auf mein Selbstbild.
Die Verpackungen tun so, als gehörte die jeweilige Marke direkt zu meiner Identität.
Ich bin ein Intellektueller? Die passende Zigarettenwerbung ist kritisch und lustig.
Ich bin ein Genießer? Die passende Zigarettenwerbung ist kreativ und lustvoll.
Ich bin ein ganzer Kerl? Die passende Zigarettenwerbung ist kraftvoll und geriert sich, als hätte sie eine Axt in der Hand.
Und zu allen die passende Marke, die passende Rezeptur.

Da wächst scheinbar zusammen, was scheinbar zusammengehört. Und der Körper lernt schnell!
Ist die Verbindung von Rauchen und Kick erst einmal hergestellt, sendet dein Reptilienhirn dir die positivsten emotionalen Signale: Sie verbinden sich mit der „vertrauten“ Marke. Der Geschmack wird subjektiv als angenehmer wahrgenommen, als wenn sie aus einer „fremden“ Packung kämen.

Eigentlich weißt du, dass all das täuscht! Zigaretten fühlen sich toll an, geben Sicherheit oder den berühmten Kick – aber das ist nur das, was jeweils im Moment, an der Oberfläche passiert.
Sie tun, als wären sie dein Freund. Dahinter aber steckt etwas ganz anderes.
Zigaretten sind dein Feind. Sie töten dich.

All das ist dir längst bekannt.
Nur will das Belohnungssystem in deinem Vorder- und Mittelhirn nichts davon wissen.

Einmal abgesehen von den kleinen Tricks, mit denen die simple Tatsache überspielt und verschleiert wird.
Z.B. ein helles Blau der Packung signalisiert deinem Unbewussten, dass diese Zigaretten leicht und gesund seien.
Blumenmuster auf manchen Packungen gehen in dieselbe Richtung.
Pferdefänger und Segler signalisieren Unverwüstlichkeit, Stärke, Gesundheit.
Das alles hilft dir, den kleinen, aber fatalen, entscheidenden Umstand zu vergessen: Es gibt keine gesunden Zigaretten.

Alles an Marke, Platzierung, Verpackung und Werbung dient nur einem einzigen Ziel: Dafür zu sorgen, dass du dich vermeintlich wohlfühlst – und dafür die hohe Wahrscheinlichkeit furchtbarer Krankheiten und deines um Jahrzehnte verfrühten Todes ohne Zögern in Kauf nimmst.

Mit einer vergleichbaren Leichtfertigkeit würdest du sonst nicht einmal die Straße überqueren.

Die fatale Bindungskraft der Zigaretten

  • Das Design der Packung schafft Vertrauen durch den Wiedererkennungswert und erleichtert die Identifikation des Rauchers mit der Marke.
    Zusätzlich transportiert es Botschaften z.B. der Gesundheit, der Coolness, des Intellektuellen usw.
  • Das Image, mit dem für die jeweilige Marke geworben wird, entspricht der jeweils eigenen Selbstsicht des Rauchers und/oder dem eigenen Ich-Ideal, dem Wunschbild von ihm selbst. Mit der Image-haltigen Marke wird das Wunschbild bestätigt und bestärkt.
  • Sogar der Nikotingehalt, diese verführerisch nüchterne Zahlenangabe auf der Packung – er führt in die Irre. Du rauchst nicht automatisch leichter, wenn du „leichtere“ Zigaretten rauchst: Dein Körper will das Nikotin – und unbewusst inhalierst du tiefer. Den Giftstoffen öffnest du damit alle Tore.
    Mit der intensiveren Inhalation einher gehen bestimmte Lungenkrebs-Arten, die besonders schwer zu behandeln sind.
    Leichte Zigaretten enthalten, um „voll“ zu schmecken, außerdem zusätzliche Aroma- und Inhaltsstoffe, welche die Entstehung einiger weiterer Krebsarten unterstützen.
    (Aus diesen und anderen Gründen sind übrigens Bezeichnungen wie „light“ oder „mild“ seit dem 30. September 2003 in der EU verboten).
  • Als Raucher stellt man sich gern vor, die Zigarette bestehe nur aus Tabak und Papierchen.
    Das ist leider falsch. Von der genauen Rezeptur erfahren wir in der Regel nichts. Fest steht aber, dass die Zigarettenhersteller bei der Zusammensetzung ihrer Produkte mit der Zeit gehen – so reichern sie ihren Tabak mit einmal mehr, einmal weniger Nikotin an, mit Honig, mit Bonbongeschmack und anderem.
    Öffentlichkeit, Raucher und Gesundheitsbehörden wurden bis vor wenigen Jahren dabei auch gern einmal → übergangen (hier ein Beispiel aus den USA); inzwischen gilt – wiederum bei uns – eine erhöhte Mitteilungspflicht.
  • In der Regel wird zwischen psychischer Gewöhnung an das Rauchen und körperlicher Abhängigkeit vom Nikotin unterschieden.
    Beides geht geht Hand und Hand und überkreuz – Körper und Psyche sind am Ende eben eins, und in der Abhängigkeit stützen beide Systeme sich in fataler Weise gegenseitig.
    Bei Sofortmaßnahme Nr. 2 geht es in erster Linie darum anzufangen, die psychische Gewöhnung zu durchbrechen.
    Das bereitet die Entwöhnung von der körperlichen Sucht vor und wird sie erheblich erleichtern.

Die Prägung deines Geschmacks

Kurz, das Design der Packungen, das Image, mit dem für die jeweilige Marke geworben wird, der Nikotingehalt, die Rezeptur und Gewöhnung an die Beigabenstoffe geben dir das Gefühl, dich mit „deinen“ Zigaretten auf vertrautem Boden zu bewegen.
Was für eine hinterhältige Täuschung!

Unter den Sofortmaßnahmen daher definitiv in den Top 3: Raus aus der Komfortzone!

Frager: Wir waren bei der Markentreue …
Antwort:: … ja, während gleichzeitig die betreffenden Raucher angeblich ihre Marke nicht am Geschmack erkennen konnten.
Moment. Angeblich?
Ja.

Genauso richtig (und kein Widerspruch zum Vorigen) kann es sein, dass es eine Sache ist, die eigene oder eine fremde Marke im ungewohnten Blindversuch zu erschmecken und zu erkennen – und eine ganze andere, den speziellen Mix aus Aromastoffen, Tabak, Zucker, Vanille und/oder anderen Gewürzen, spezifischen Nikotin- und Teergehalten etc. bis in seine Feinheiten hinein dann zu durchschmecken, wenn du ihn erwartest.
Zugespitzt gesagt, die Gewohnheit muss nicht erkennen, um wiederzuerkennen.

Frager: Hui! Das musst du mir erklären.

Okay. Dein Körper hat sich an den spezifischen Geschmack „deiner“ Marke gewöhnt. Oder anders herum: Die Gewöhnung an eine bestimmte Marke oder Markengruppe hat deinen Geschmack geprägt.
Die Rezepturen sind jedoch von Marke zu Marke, von Markengruppe zu Markengruppe so unterschiedlich, dass der Körper bei ungewohnten Zigaretten oft mit Husten und Abwehr reagiert – als sei man noch einmal Nichtraucher, der seine ersten Rauchversuche unternimmt.
Während also das Bewusstsein nicht mit Sicherheit unterscheidet, ist der Körper – bzw. das Vorbewusste, das sich erst eine Bahn zum Bewusstsein verschaffen muss -, durchaus in der Lage, auf die unterschiedlichen Reize differenziert zu reagieren.

Beide Effekte – Bindung an Marke und Image einerseits, unbewusste körperliche Gewöhnung an die spezifische Mixtur andererseits – macht Tipp 2 sich zunutze:

Und tschüss! Ab sofort werden die Marken durchgewechselt.
Denn es wird Zeit, sich vom Eindruck der Vertrautheit zu verabschieden. Gift ist Gift, und wenn der Körper hustet und die Lunge brennt, will er dir etwas sagen.
Helfen wir ihm, seine Botschaft ins Bewusstsein zu heben! In den folgenden Wochen werden wir auf ihn hören.

Nutze das Zeitfenster!

Bei jugendlichen Erstrauchern dauert es etwa einen Monat, bis aus dem 1- bis 2-wöchentlichen Gelegenheitsrauchen ein messbares körperliches Verlangen wird. Schon nach dieser Zeit treten ohne Nikotin Unruhe, Reizbarkeit und „Lungenschmacht“, die körperlich spürbare Sehnsucht nach der nächsten Zigarette auf.
Bei langjährigen Rauchern wird die Gewöhnung an neue Marken noch schneller gehen. Deshalb lautet Tipp 2 nicht, einmal die Marke zu wechseln, und gut ist’s – sondern immer wieder.
Damit öffnet sich ein kleines Zeitfenster, in dem das Rauchen ungewohnt, ein wenig irritierend und fremdartig wirkt. Das nutzen wir.
Von hier aus arbeitet die kontrollierte Rauchbremsung (mehr dazu hier) sich vor.

Und nun? Zur praktischen Umsetzung …


In der Praxis

Im Kern ist Tipp Nr. 2 sehr einfach. Wenn du bereits ein Rauchertagebuch führst, trägst du deine Marken ein. Du kannst deine aktuelle Packung noch zu Ende rauchen – und ab dann sind diese Marken verpönt.
Führst du kein Rauchertagebuch, sind sie es trotzdem. „Deine“ Marke gibt es nicht mehr.
Ab jetzt wird gewechselt.

Je einfacher, desto besser

Wie immer, macht die kontrollierte Rauchbremsung es dir leicht. Es soll hier kein Übermaß an Regeln, Geboten und Verboten entstehen – sondern eine einfache, sichere Handlungsanleitung, die dir die Last der Entscheidung für jede einzelne Zigarette abnimmt.
Hier also ein paar einfach Hinweise, die in der Alltagsroutine helfen sollen, den Überblick zu behalten.

Keine Light- oder gar Mentholzigaretten!
Wechseln ist gut und schön; aber bei Zigaretten, die so tun, als wären sie light oder mild, hört der Spaß auf, bevor er angefangen hat.
Wie erwähnt, handelt es sich bei Zigaretten, die früher als light oder mild, heute eher als blue oder ähnlich vermarktet werden, vielleicht tatsächlich um solche mit insgesamt weniger Tabak und Nikotin-Anteil; dafür inhalieren Raucher damit in der Regel umso intensiver (und erst recht bei Zigaretten mit Menthol), dabei schädigen sie ihre Lungen umso mehr, die Inhaltsstoffe sind zusätzlich schädlich, und interessanterweise ist die Erfolgsquote zur Raucherentwöhnung bei leichteren Zigaretten deutlich niedriger.

Nur ein Päckchen pro Marke
Sicher wäre es bequemer, bei jedem Markenwechsel gleich drei oder fünf Päckchen oder auch eine ganze Stange zu kaufen.
Aber Bequemlichkeit ist nicht mehr unser Ziel. Unser Ziel ist es, ein realistischeres Gefühl für Zigaretten zu bekommen, das darf ruhig etwas unbequemer sein.
Nicht vergessen: Zigaretten sind nicht deine Freunde.
Sie tun nur so.
Am besten, du gehst für jedes Päckchen einzeln zum Händler, zum Supermarkt oder zum Automaten.
(Solange du danach wieder nachhause zurück kommst, ist das völlig in Ordnung. ? )

Durchwechseln – immer wieder!
Die Vorgehensweise der kontrollierten Rauchbremsung ist es, einfache Prinzipien mit einfachen Regeln umzusetzen.
Wenn du das Rauchen in den nächsten Wochen mehr und mehr reduzieren willst, ist das für sich genommen schon herausfordernd genug. Wenigstens die Details sollten gut organisiert sein … .
So sparst du deine psychische Energie für das Wesentliche.

Hier also meine Vorschläge für das Wechseln der Marken. Such dir eine Methode aus und bleibe dabei!

Zum Beispiel:
Beginne beim Zigarettenautomaten rechts und rauche Marke für Marke durch nach links. Dann wieder von vorne.
Warum gegen die Leserichtung? Damit nicht unterschwellig das Gefühl entsteht, du müsstest, wie beim Lesen, das Ende der Zeile erreichen.
Musst du nicht. Irgendwann hat das Rauchen sich erledigt, und dann ist es egal, ob du die Automatenzeile vollständig durchgeraucht hast.
Vollständigkeit ist nicht erforderlich.
(Falls in deiner Erstsprache von rechts nach links geschrieben wird, gilt natürlich die Gegenrichtung.)
Vergiss nicht, beim Durchwechseln „deine“ Marken zu überspringen!

Dasselbe geht natürlich im Kiosk, am Zigarettenregal im Supermarkt, an der Tankstelle, im Tabakladen.
Eine andere Möglichkeit: Lass beim Tabakhändler den Verkäufer, die Verkäuferin nach Zufallsprinzip entscheiden.
Sogar Abzählreime sind erlaubt!
Oder du denkst dir eine niedrige zweistellige Zahl – die erste Ziffer für das Regalfach (von unten nach oben), die zweite für die Marke (von rechts nach links).
Du kannst auch rückwärts das Alphabet durchgehen, von Winston bis Afri.
Das Prinzip ist klar. Du kannst dir auch selbst ein System ausdenken, das zu dir passt! Hauptsache, es ist nicht immer wieder in dein Belieben gestellt, mit welchen Zigaretten du nachhause gehst. Gib die Verantwortung zur Entlastung ruhig an die einmal aufgestellte Regel ab! Hauptsache, du musst nicht selbst entscheiden.
Übrigens, solltest du einen Stammladen für Zigaretten haben – geh dran vorbei. Es gilt: Raus aus der Komfortzone!
Die Zigarette, dein Feind, darf dir gern ein bisschen fremd werden.

Bonus: Kenne, was du rauchst!
Das Ziel all dieser Bemühungen ist es, der Abhängigkeit eine neue Unabhängigkeit, der psychischen Gewöhnung eine neue Souveränität entgegenzusetzen.
Zur Selbstbestimmung gehört auch, dass du bescheid weißt über die Zusammensetzung dessen, was du rauchst: Was lässt du in deine Lunge?
Hierfür reichen die Angaben auf der Zigarettenpackung nicht aus.
Seit Einführung der neuen Meldepflicht für Inhalts- und Zusatzstoffe in Tabakprodukten ab 20. Mai 2016 sind der Öffentlichkeit die exakten Zusammenstellungen der Rezeptur jeder einzelnen Zigarettenmarke bekannt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat diese Informationen sogar ins Internet gestellt.
Unter dem Link → „Suche der Inhaltsstoffe in Tabakerzeugnissen“ kannst du die gewünschten Informationen mit einer leichten Abfrage abrufen. In das erste Feld trägst du einfach die Marke ein, unter „Produkttypen“ wählst du z.B. „Zigaretten“ aus, und dann klickst du auf „Suchen“.
Ich habe z.B. einmal nach Karo und Zigaretten gesucht.
Unter dem Suchfeld findest du dann eine Liste mit möglichen Ergebnissen – in meinem Fall Karo – Soft Pack 19 Cigarettes.
Ein Klick auf den Markennamen bringt dich zur Detailansicht. Der erste Block bringt einige äußere Informationen, wie du sie auch auf dem Packung findest – etwa Hersteller, Land, Gehalt an Teer, Nikotin und Kohlenmonoxid (CO).
Im zweiten Block werden detailliert Geschmacksstoffe, Feuchthaltemittel, Klebstoffe, Aromastoffe etc. angegeben, mit Name, Funktion („Kategorie“) und Menge.
Da stößt man – je nach Marke – unter anderem auf Aluminium, Kaffee-Extrakt, Lakritzpulver, Blue Curacao Aroma, Essigsäure, Formaldehyd, Glyzerin, Paraffin, Kupfer, Aceton, Bonbonkulör, Zink, Zucker, Zimtöl, Benzylacetat, 2-Methylbuttersäure, p-Methylbenzaldehyde, und vieles, vieles andere mehr. Bei meiner Suche waren es immerhin 23 verschiedene Stoffe.
Das alles rauchst du. Das alles lässt du in deinen Körper ein.
Hinzu kommen die Verunreinigungen durch Pflanzenschutzmittel, Insektenvernichter, Umweltgifte, Tabakdünger etc. Von Blei, Chrom und zahllosen anderen Toxinen zu schweigen.
Im Hochofen der Zigarette wird es bei 1.100 °C gekocht, verdampft, verflüssigt, chemisch umgebacken, bis es – unter anderem – die Inhaltsstoffe von Rattengift enthält.

Ja, es ist wahr: Keine Übertreibung – du rauchst Rattengift.

Mein Vorschlag: Mach dir ruhig das Vergnügen! Wenn du beim Markenwechsel eine neue Marke in die Hand bekommst, sieh dir einmal in der genannten Datenbank an, was sie enthält.
Es dauert nicht länger als ein, zwei Zigaretten: Nimm dir gelegentlich eine Viertelstunde und schlag einmal ein paar der Begriffe nach, die dir da entgegenleuchten.
Appetitlich, nicht? Wohl bekomm’s!

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Soviel zum Wechseln der Marken. Eigentlich eine unspektakuläre Sache – aber sehr effektiv, wenn du die vorstehenden Hinweise beachtest (und erst recht, wenn du außerdem auch noch Tipp Nr. 1: Weniger rauchen! befolgst).
Manche finden den einen oder anderen Teiltipp vielleicht etwas umständlich oder unbequem. Aber wie gesagt, wer behauptet, dass das Rauchen in dieser Phase Spaß machen muss? Mach es dir fremd!
Damit, dass du die ersten Schritte gehst, bist du bereits auf dem Weg zum Nichtraucher. Das ist schon viel!

Fazit dieses Beitrags:
Die Zigarettenindustrie versucht dich vielfach an ihr Produkt zu binden – durch seelische Gewöhnung und durch körperliche Abhängigkeit.
Die hier beschriebenen Tipps zum Markenwechsel sollen dazu beitragen, dich aus der Gewöhnung zu befreien: 1. Weg von deiner Markengruppe! 2. Keine Leichtzigaretten! 3. Stetig durchwechseln – nach einem festen System! 4. Inhaltsstoffe kennenlernen!
Das allein wird dich nicht zum Nichtraucher machen. Aber es ist ein Anfang, und im System der kontrollierten Rauchbremsung ist Tipp Nr. 2 ein wichtiger Baustein, dich wieder unabhängig und souverän zu machen.
Fang heute an! ?

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