Gestörte Wundheilung ?- Wunden und Narben über ihre Zeit hinaus

Die verzögerte Wundheilung ist ein Mauerblümchen gegen Topstars wie den Herz­infarkt. Aber wenn du sie brauchst, ist sie da, sorgt zuverlässig für nässende Wunden und hässliche Narben. Toll: Die Wundheilungsstörung nach OPs und Unfällen!

Sliderbild: Die verzögerte Wundheilung.
Wundheilungsstörung: Fordert den ganzen Mann

Wundheilungsstörung, oder: Verzögerte Wundheilung

Die Wundheilungsstörung ist kaum als eigene Krankheit zu bezeichnen – aber sie sorgt dafür, dass Verletzungen, Wunden und Brüche dich lange Zeit begleiten. In der Zwischenzeit kann alles mögliche passieren, Blutvergiftungen, Nahtrisse und mehr.
Unter Kennern genießt sie deshalb einen gewissen Respekt.
Wäre das etwas für dich?

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Falls du dich für die gestörte Wundheilung entscheidest, bist du als Raucher bereits auf dem richtigen Weg! Oft genügt es aber schon, passiv zu rauchen.

Verblasst neben Stars wie Hirnschlag und Herzinfarkt – sollte aber nicht unterschätzt werden!

Langsame Heilung, Entzündungsneigung und gerissene OP-Nähte

Wie die meisten anderen Erkrankungen der Rubrik Herz-Kreislauf und Gefäße folgt auch die Störung der Wundheilung einem einfachen Prinzip:

  • Die Giftstoffe aus dem Tabakqualm verengen die Blut- und Kapillargefäße.
  • Im Extremfall reicht das bis zur pAVK (= peripheren Arterienverschlusskrankheit).
  • Eine hypoxische (= sauerstoffarme) Wundumgebung entsteht.
  • Wachstumsfaktoren (= Proteine), Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe erreichen die Wunde nur verzögert.
  • Die komplexen, mehrstufigen Abläufe der Erneuerung des Gewebes werden empfindlich gestört.
  • Nicht nur ist z.B. im Mundraum die Gefahr von Nekrosen (= abgestorbenem Gewebe) erhöht.
  • Auch der Wiederaufbau von Knochen nach Brüchen verlangsamt sich – sogar um bis zu 35%.

Besonders beliebt: Die verzögerte Wundheilung nach OPs oder Unfällen.
Ärztliche angeraten wird daher, wenn möglich, eine bis zu 6-wöchige Tabak-Abstinenz im Vorfeld operativer Eingriffe.

Falls nicht:
Die Störung der Wundheilung kann die schönsten postoperativen Komplikationen nach sich ziehen – gefährliche Wundrupturen (=Aufplatzen chirurgischer Nähte), Blutvergiftungen und lebensbedrohliche Entzündungen.
Da muss der Arzt nochmal dran.

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, bekommst du 2 Operationen zum Preis von 1!

Rauchen oder Passiv-Rauchen?

Rauchen ist für die gestörte Wundheilung hervorragend. Durch Passiv-Rauchen aber erhöhst du deine Chancen auf Wundheilungsstörung erheblich:

Für das Abheilen von Wunden und Verletzungen sind die Fibroblasten (= Bindegewebszellen) zuständig. Die Gifte aus dem Neben-Rauchstrom der Zigarette vermindern deren Aktivität, stärker noch als die Gifte aus dem Haupt-Rauchstrom.
Wunden heilen langsamer, mehr von den Rändern her – mit einer Neigung zur Sepsis (= Blutvergiftung), Entzündung und starker Narbenbildung.

Hier findest du mehr zum Thema:
Ärztezeitung, DKFZ (PDF)

Zusammengefasst:
Die durch das Rauchen verursachte Wundheilungsstörung wird zu Unrecht unterschätzt.
Durch ihre Komplikationen, die mit drohenden Rupturen von OP-Nähten, mit verlangsamter Heilung von Knochenbrüchen, Sepsis und hässlicher Narbenbildung einhergehen, ist sie eine bedrückende, ja in manchen Fällen bedrohliche Herausforderung.
Wenn Operationen anstehen, sind Raucher daher aufgerufen, vor dem Eingriff mindestens 6 Wochen lang nicht zu rauchen. Aber wer kann das schon?

Es wäre auch in Ordnung, wenn du einfach aufhörst zu rauchen. Folge den Tipps zum Rauchstopp!

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