Jeder zahlt mit! 👀 Die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens

Sprechen wir ĂŒber die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens. Die Kosten, welche die Allgemeinheit trĂ€gt, sind höher als allgemein bekannt – das Rauchen kostet uns alle, Raucher wie Nichtraucher, Jahr fĂŒr Jahr mehrere Dutzend Milliarden.

Artikelbild: Gesellschaftliche Kosten
Materielle Kosten: Rauchen ist Krieg!

Die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens

Nach Abzug aller kostensenkenden Faktoren kostet Rauchen die Weltwirtschaft jĂ€hrlich $1 Billion, das ent­spricht rund 950 Milliarden €.

Quelle: WHO-Studie „Die Ökonomie des Tabaks“ (PDF, engl.)

Viele der Kosten, die durch den Tabakmissbrauch entstehen, betreffen nicht nur die Raucher – sondern die Gesellschaft als Ganzes, unterschiedslos, Raucher wie Nichtraucher.
Ebenso allerdings betreffen umgekehrt theoretische Einsparpotenziale und -effekte nicht nur Nichtraucher, sondern auch die Raucher selbst.

Frager: Einiges davon ist zumindest strittig!
Antwort: Stimmt. Wir befinden uns mitten im komplexesten Dickicht der Materie.
Nach Ă€lteren, heute ĂŒberholten Studien kursiert unter Rauchern beispielsweise immer noch das doppelte GerĂŒcht, dass sie:

  • durch ihren frĂŒhen Tod weniger Rente in Anspruch nĂ€hmen,
  • ihre gesellschaftlichen Kosten außerdem durch die Tabaksteuer ausglichen.

Frager: Und, wie verhÀlt es sich damit?
Antwort: Anders! 😁

Bei echtem VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass AbhĂ€ngige sich ihre Sucht lieber schön denken als sie zu kritisieren:
Beide Behauptungen – a. die Renten-„Ersparnis“ durch Rauchen, b. der Ausgleich der Zusatzkosten durch die Tabaksteuer – sind schlicht inhaltlich falsch.
Vielmehr ist das Gegenteil richtig.

Die Allgemeinheit – Raucher und Nichtraucher – wird nolens volens in hohem Maße an den Kosten des Rauchens beteiligt:

  • Über höhere Belastungen der Krankenkassen durch das Rauchen (Krankheitskosten, Krankengelder etc.),
  • durch ZahlungsausfĂ€lle und erhöhte Aufwendungen der Rentenkassen (FrĂŒhrenten, Erwerbsminderungsrenten),
  • durch den Arbeitsausfall bei Arbeitgebern,
  • mit verringerter ehrenamtlicher Arbeit und entgangener Kindererziehung bzw. Angehörigenpflege
  • und durch mindere Steuereinnahmen.

Die folgenden Zahlen und Statistiken zeigen es:
Die Gesellschaft zahlt drauf.

Frager: Okay, das hÀtte ich aber gern etwas genauer!

Die Kosten des Rauches fĂŒr die Rentenkassen

Gut.
Fangen wir bei der Rente an, und bei der Rente mit einer kleinen Statistik.
Stimmt es, dass Raucher durch ihren verfrĂŒhten Tod derart viel Rente einsparen, dass die tabakbedingten Mehrbelastungen des Rentensystems

a. mindestens ausgeglichen oder
b. sogar ĂŒbertroffen werden?

Das wÀre herauszubekommen. Wie viel weniger Rente beanspruchen Raucher als Nichtraucher wirklich?

Dies sind die Lebenserwartungen von Nichtrauchern und Rauchern, Nichtraucherinnen und Raucherinnen:

 Nicht­raucherinnenRaucherinnenNicht­raucherRaucher

Lebenserwartung
83807875

Quelle: Die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens

Wie sich zeigt, kommt es im Rentensystem zu Einsparungen durch die höhere durchschnittliche MortalitÀt der Raucher von knapp 3 Jahren.
Die Zahl liegt u.a. an verbesserter FrĂŒherkennung und Behandlung tabakbedingter Krankheiten, die frĂŒher tödlich waren – was jedoch nicht bedeutet, dass ihre Symptome (z.B. LĂ€hmung, Blindheit, Raucherbein, Demenz) die LebensqualitĂ€t nicht erheblich einschrĂ€nkten.

Hinweis:
Wie es bei dir selbst aktuell um den Verlust an Lebenserwartung durch das Rauchen bestellt ist, das kannst du mit dieser raschen Berechnung herausfinden (öffnet sich in neuem Fenster).

Die Ersparnis von ≈ 3 Jahren an Rentenzahlung pro Raucher reicht nicht, um Mehraufwand und Mindereinnahmen der Kassen durch tabebakdingte Verluste auch nur auszugleichen:

Mindereinnahmen entstehen durch niedrigere Steuer- und Sozialversicherungseinzahlungen der Raucher. Selbst nach Herausrechnen von Faktoren wie Schulabschluss und Ausbildung verdienen Raucher durchschnittlich 200 € / Monat weniger als Nichtraucher: Wegen Krankheit, flacherer KarriereverlĂ€ufe und frĂŒherem Rentenbeginn zahlen sie deutlich weniger in die Rentenkassen ein.

Mehraufwand entsteht durch die höhere Anzahl von FrĂŒhverrentungen, Erwerbsminderungsrenten und Zahlungen der Hinterbliebenenversicherung.

Durch tabakbedingte Erkrankungen verursacht, werden Renten bzw. FrĂŒhrenten an Raucher und Raucherinnen nicht nur um ∅ 3 Jahre frĂŒher beendet, sondern auch um 3 bzw. 4 Jahre frĂŒher begonnen:

 RaucherNichtraucherRaucherinnenNichtraucherinnen

Renteneintrittsalter
58626265

Raucher und Raucherinnen erhalten ihre Renten zeitlich frĂŒher, wĂ€hrend ihre Einzahlungen sich bei Erkrankungen deutlich vermindern oder ganz entfallen können.

Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ

Die um 3 – 4 Jahre frĂŒhere Verrentung der Raucher macht den Einspareffekt durch ihren Verlust an Lebenszeit von ≈ 3 Jahren zunichte.
Gleichzeitig aber stellen Raucher ihre Einzahlungen in das Rentensystem 3 – 4 Jahre frĂŒher ein.
Die Belastung des Rentensystems wird durch das Rauchen also nicht verringert – die Einzahlungen in das Rentensystem jedoch schon.

So viel zur Behauptung der Einsparung durch kĂŒrzere Rentenauszahlung. Wie sich zeigt, reicht die durchschnittliche „Ersparnis“ der Rentenkassen von 3 Jahren pro Raucher bzw. Raucherin bei Weitem nicht, um Mehraufwand und Mindereinnahmen der Kassen auszugleichen.
Erst recht nicht profitieren die Rentenkassen, wie behauptet, von der erhöhten Sterblichkeit der Raucher.

Die folgende Darstellung des DKFZ (2015) macht den Unterschied auf Ebene der lebenslangen Ein- und Auszahlungen bei Rauchern und Nichtrauchern noch einmal augenfÀllig:

Grafische Darstellung des Saldos von Renteneinzahlungen und -auszahlungen bei Rauchern und Nichtrauchern.
BeitrĂ€ge zur gesetzlichen Rentenkasse minus Auszahlungen im Rentenalter im Vergleich von Rauchern und Nichtrauchern. Quelle: Tobias Effertz, Die volkswirtschaftlichen Kosten gefĂ€hrlicher KonsumgĂŒter – eine theoretische und empirische Analyse fĂŒr Deutschland am Beispiel Alkohol, Tabak und Adipositas. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, 2015. (Hier bei Amazon erhĂ€ltlich.) Darstellung des Deutschen Krebsforschungszentrums, Stabsstelle KrebsprĂ€vention, 2015.

Kosten des Rauchens fĂŒr die Krankenversicherungen

Sehr viel deutlicher als bei den Rentenversicherungen stellt sich die Belastung durch das Rauchen bei Krankenversicherungen dar.
Hier genĂŒgt es fast schon, allein die Mehrkosten zusammenzustellen, die Raucher gegenĂŒber Nichtrauchern verursachen:

Kostenverursacher
(Deutschland)
Summe
(JĂ€hrlich)
GESAMT25,41 Milliarden €
Krankheitskosten Rauchen22,76 Milliarden €
Krankheitskosten Passivrauchen (Partner)1,01 Milliarden €
Krankheitskosten Passivrauchen (Kinder)219,39 Millionen €
Pflegekosten544,12 Millionen €
Reha-Maßnahmen498,90 Millionen €
Berufliche Rehabilitation139,10 Millionen €
UnfĂ€lle246,35 Millionen €

Lebenslange Raucher kosten die Krankenversicherungen nach Abzug ihrer Einzahlungen im Durchschnitt 90.483 Euro – lebenslange Raucherinnen sogar durchschnittlich 529.481 Euro.
(Der traurige Grund fĂŒr den Unterschied: Frauen verdienen nach wie vor weniger als MĂ€nner; zudem ist die Quote weiblicher ErwerbstĂ€tigkeit niedriger.
Beides zieht geringere Beitragszahlungen nach sich, und umgekehrt höhere Verluste.)

Bei einer 33%-igen Raucherquote MĂ€nner (≈ 11 Mio. Raucher) und 27%-igen Raucherquote Frauen (≈ 9 Mio. Raucherinnen) kommt folgendes Gesamtbild zustande:

Grafische Darstellung des Saldos von KrankenkassenbeitrÀgen und -auszahlungen bei Rauchern und Nichtrauchern.
BeitrÀge zur gesetzlichen Krankenversicherung minus Auszahlungen bei Krankheit im Vergleich von Rauchern und Nichtrauchern. Quelle: Tobias Effertz, a.a.O. (hier). Darstellung des Deutschen Krebsforschungszentrums, Stabsstelle KrebsprÀvention, 2015.

ZusĂ€tzlich zur Belastung der Renten- und Krankenkassen fallen auch tabakbedingte RessourcenausfĂ€lle und Arbeitslosengeld-Zahlungen an, die wiederum von der Allgemeinheit getragen werden mĂŒssen:

Tabakbedingte AusfÀlle von Ressourcen

Um die Rechnung vollstĂ€ndig zu machen, dĂŒrfen die RessourcenausfĂ€lle und Arbeitslosengeldzahlungen nicht vergessen werden, die zulasten der Gesamtgesellschaft gehen.
Dabei ergibt sich eine tabakbedingte, zusÀtzliche Belastung der Allgemeinheit von 53,68 Mrd. Euro im Jahr:

Indirekte tabakbedingte RessourcenausfĂ€lle fĂŒr die AllgemeinheitJĂ€hrliche Kosten
GESAMT53,68 Milliarden Euro
ArbeitsunfÀhigkeit7,62 Milliarden Euro
PflegebedĂŒrftigkeit660,71 Milliarden Euro
Kurzfristige Arbeitslosigkeit7,38 Milliarden Euro
Erwerbsminderungen4,52 Milliarden Euro
Zeiten von Rehabilitationsmaßnahmen642,95 Millionen Euro
Langzeitarbeitslosigkeit13,25 Milliarden Euro

Diesen rund 53,5 Mrd. stehen Tabak-Steuereinnahmen von nur ≈ 14 Mrd. Euro im Jahr entgegen.
Die eingangs angesprochene Rechnung der Tabakindustrie, die von irregefĂŒhrten NikotinabhĂ€ngigen (verstĂ€ndlicherweise, aber inhaltlich unrichtig) so gern aufgegriffen wird -, dass Steuern auf Tabakprodukte die gesamtgesellschaftlichen Kosten aufwögen, ist also nicht weniger falsch als die Rentenbehauptung.



Die Kosten des Rauchens fĂŒr die Allgemeinheit

Zeit fĂŒr ein Zwischenfazit.
Die direkten Kosten bei den Kassen plus die indirekten Kosten durch RessourcenausfÀlle und Arbeitslosigkeit ergeben, profan gesprochen, eine nennenswerte Summe:

Kosten des RauchensHöhe der Belastung
GESAMT79,09 Milliarden Euro
Kosten fĂŒr die Kassen25,41 Milliarden Euro
Kosten durch Ressourcenausfall und ALG-Zahlungen53,68 Milliarden Euro

Knapp 80 Milliarden Euro jĂ€hrlich – wer kann sich so viel Geld auf einem Haufen vorstellen? Wahrscheinlich nicht einmal Bill Gates, und Mr. Gates ist der einzige Mensch auf der Welt, der je so viel besessen hat.

Wie viel sind 80 Milliarden Euro?

FĂŒnf Euro kann ich mir vorstellen, das ist ein Eisbecher mit Sahne. 80 Milliarden – das sind 40.000 2-Millionen-Villen.
Du könntest eine ganze Kleinstadt kaufen!
(Und dann?)

Meine Mutter rechnet gern in Brötchen (es wÀren 444 Milliarden Brötchen à 18 Cent beim Discounter, Mama); aber hilft das auch hier der Vorstellungskraft?

Also, was können wir mit 80 Milliarden anfangen? Abgesehen von einem Urlaub in St. Moritz (wer von denen hat schon 80 Milliarden, alles arme Schlucker) oder einem Palast an der CĂŽte d’Azur (quasi verarmter MillionĂ€rspöbel, das) und dem Spruch zum Chef „Ich kaufe den Laden, Sie sind entlassen“ (hat das mal jemand gemacht?): Was tun mit so viel Geld?
Hier ist die Antwort.

80

Milliarden jĂ€hrlich …

  • … davon könntest du gleich zweimal den gesamten Etat der Bundeswehr aufbringen – und hĂ€ttest noch 6 Milliarden ĂŒbrig fĂŒr etwas Schokolade, die Firma Opel und ein Eis,
  • … davon könntest du sĂ€mtliche BrĂŒcken, Straßen, Schienenwege in Deutschland reparieren und mĂŒsstest nĂ€chstes Jahr schon wieder ĂŒberlegen, wohin mit dem Geld,
  • … davon könntest du Bill Gates auskaufen, und nĂ€chstes Jahr vielleicht Jeff Bezos (Amazon) und Mark Zuckerberg (Facebook),
  • … du könntest auch 851 mal den Rockstar-Fußballer Cristiano Ronaldo von seinem Verein ablösen, jedesmal fĂŒr lĂ€ppische 94 Millionen …
  • … oder US-PrĂ€sident Trump, nĂ€mlich geschĂ€tzte 10x (fragt sich nur, was du mit 10 D.J.Trumps machst; du könntest sie sammeln, und wenn du 22 beisammen hast, schickst du sie gegen Ronaldo Fußball spielen?),
  • … du könntest knapp dreimal den kompletten deutschen Bundeshaushalt fĂŒr Verkehr bezahlen, samt Bundesbahn, Luft- und Raumfahrt und Verwaltung,
  • … oder einfach die Schulden von Berlin ausgleichen und 30 mal die Schulden der Millionenstadt Köln dazu,
  • … du könntest auch 100 x die komplette TV-Serie „Game of Thrones“ aus deiner Tasche produzieren,
  • … du könntest 10x den gesamten deutschen RĂŒstungsexport shoppen,
  • … wahlweise könntest du die dir beiden wertvollsten Automarken der Welt anschaffen, Toyota und BMW, und nĂ€chstes Jahr die drei nĂ€chsten,
  • … oder du gibst dich bescheiden mit der Einsicht zufrieden: Wer 80 Mrd. € nicht ehrt, der, naja, irgendwas.
    Vielleicht ist er Raucher. 😅

Um es etwas profan mit dem wunderbaren Polit- und Journalistenthriller State of Play (hier bei Amazon) zu sagen:
80 Mrd. Euro, das ist der Zorn Gottes in bar.

Was u.a. auch erklĂ€ren dĂŒrfte, weshalb der Kampf der Argumente um Rauchen und Nichtrauchen – der ja eigentlich lĂ€ngst entschieden sein mĂŒsste:

Rauchen tötet, Punkt. Denjenigen, die es nicht tötet, versaut es das Leben. Punkt. Diejenigen, denen es nicht das Leben versaut, sind in der Tabakindustrie. Noch einmal Punkt. Wahrscheinlich rauchen sie nicht einmal selbst.
Sie wissen was drin ist.
,

Sieg nach Punkten, aber nichts, nichts da, da wird um jedes Tabakblatt, jedes Milligramm Nikotin, BlausĂ€ure, Cadmium, Benzol, Teer, Formaldehyd im Rauch gestritten -, es erklĂ€rt, weshalb dieser Streit mit einer derart verbitterten Verve gefĂŒhrt wird, auf allen Seiten, von Lobbyisten hie und Umweltaktivisten da, Werbung auf der einen Seite und Medizinern auf der anderen, ein Buhurt zwischen Herstellern, Politikern, Sterbenskranken und Fanatikern, als ginge es um Leben und Tod von Millionen, um Milliarden …
was es ja auch tut.
7 Millionen Menschen sterben jÀhrlich weltweit am Tabakmissbrauch. Alle 6 Sekunden einer.
Das sind die sozialen Kosten des Rauchens: Der Zorn Gottes in bar.

Einige schnelle Berechnungen

ZurĂŒck zum Thema.
Gesellschaftliche Kosten des Rauchens von 79,09 Milliarden Euro – das bedeutet fĂŒr jeden erwachsenen Einwohner Deutschlands (68,86 Mio.) eine durchschnittliche Belastung von 1.148,56 € im Jahr.
Bei einer Lebenserwartung von ∅ 81 Jahren ergeben sich in heutigen Zahlen fĂŒr jeden erwachsenen BĂŒrger 81 – 18 = 63 Jahre, in denen sie die 1.148,56 € jeweils aufbringen mĂŒssen.
D.h. in einer Lebensspanne als Beitrags- und Steuerzahler zahlt jeder Erwachsene in Deutschland nach heutigen Zahlen 63 × 1.148,56 € = 72.359,28 € zum Ausgleich der Kosten durch das Rauchen.

Dem gegenĂŒber stehen nur ≈ 12,5 bis 14 Mrd. € gegenĂŒber, welche von Rauchern an Tabaksteuern gezahlt werden (671,28 € jĂ€hrlich fĂŒr jeden Raucher).
Veranschlagen wir großzĂŒgig den höheren Betrag von 14 Mrd. € an Tabaksteuer, bleiben immer noch 945,45 € im Jahr an Kosten fĂŒr jeden erwachsenen Einwohner Deutschlands ĂŒbrig:

63 × 945,45 € = 59.563,35 €

Auf den Punkt gebracht: Jeder erwachsene Einwohner Deutschlands, gleich ob er Raucher ist oder nicht, zahlt in seinem Leben in heutigen Preisen rund sechzigtausend Euro fĂŒr die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens.
Und das ist nur der Durchschnitt.
Da Raucher statistisch deutlich finanzschwĂ€cher sind als Nichtraucher, tragen sie steuerlich geringere Lasten – umgekehrt tragen Nichtraucher damit unfreiwillig einen höheren Anteil der durch das Rauchen verursachten Kosten.

Aber auch Raucher, die durch das Rauchen selbst ja ohnehin bereits finanziell geschwÀcht sind (vgl. Kostenrechner), werden zusÀtzlich belastet.

Genau an dieser Stelle liegt das erwĂ€hnte theoretische Einsparpotenzial fĂŒr die Gesamtgesellschaft – z.B. durch einen fairen Zigarettenpreis, der direkte und indirekte Kosten abdecken wĂŒrde.
Jedes PĂ€ckchen Zigaretten mĂŒsste, so die Forscher des DKFZ, rund 11,30 € kosten – mit dem erfreulichen Nebeneffekt, dass der Preis besonders Jugendliche im Einstiegsalter deutlich abschrecken wĂŒrde.

Das ist natĂŒrlich nicht alles.

Zusammengefasst:
Die gesellschaftlichen Kosten des Rauchens tĂŒrmen sich bei Renten- und Krankenkassen, als Ressourcenverlust und bei SozialĂ€mtern zu einem inkommensurablen Berg an Geld auf.
Es sind bezifferbar knapp 80 Milliarden Euro, die das Rauchen von rund 30 % der Gesellschaft die Gesamtgesellschaft kostet – ein Gegenwert von rund ⅓ der Lohnsteuer aller abhĂ€ngig BeschĂ€ftigten.

💰 💰 💰

Diesem 80-fachen Milliardenbetrag steht mit ca. 14 Mrd. € Tabaksteuer eine nicht annĂ€hernd gleiche Summe gegenĂŒber.

Durchschnittlich 945,45 € kostet das Rauchen jeden erwachsenen BĂŒrger im Jahr – Raucher wie Nichtraucher.

Rauchst du noch? Ein guter Zeitpunkt aufzuhören! Folge den Tipps zur kontrollierten Rauchbremsung!

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